Zukunftsfähige, klimafreundliche Verkehrskonzepte fördern

Aktualisiert: Aug 24

Durch die aktuell wieder einmal propagierten Projekte „Plöckentunnel“, „Alemagna“ und den „bahnparallelen Ausbau der B100 als Lückenschluss für die E66“, geraten Osttirol und Oberkärnten in Gefahr zu einem internationalen Transitkreuz mit extrem hoher Umweltbelastung zu werden.


Für Osttirol wären der Ausbau der B100 oder gar die Errichtung der Alemagna oder ein Plöckentunnel in vielfacher Hinsicht verheerend:


- Der engen Täler wegen sind nur 7 Prozent der Bezirksfläche besiedelbar. Da die Alemagna durch alle Haupttäler führt, wären etwa 80 Prozent der Osttiroler Bevölkerung von den negativen Auswirkungen des erhöhten Verkehrsaufkommens betroffen.

- Schon bei den derzeitigen Verkehrsfrequenzen liegt aufgrund der geringen Durchlüftung und der Inversionslagen im Winter, eine hohe Schadstoff-Belastung (Feinstaub, Stickoxide, Ozon) im Bezirk vor.


- Besonders in engen Alpentälern wirkt sich der Verkehrslärm viel stärker und weiter aus.


- Die von unserer wunderschönen Natur- und Kulturlandschaft abhängigen und für die Region überaus wichtigen Wirtschaftszweige „Landwirtschaft“ und „nachhaltiger Ökotourismus“ wären durch Emissionen und Lärm stark beeinträchtigt.


- Österreich hat bereits jetzt mit 15 Meter pro Kopf eines der dichtesten Straßennetze Europas! Zum Vergleich: Deutschland 7,9 Meter, Schweiz 8,1 Meter pro Kopf. (Quelle: Umweltbundesamt)


ON unterstützt daher das Positionspapier von „Fridays for Future-Osttirol“ für ein klimaschonendes Verkehrskonzept für unsere Region und ein Fahrverbot für Transit-LKW über 7,5 Tonnen auf der B100:

https://fridaysforfuture.at/media/pages/gruppen/osttirol/cd3ac2ba57-1623959361/positionspapier_lkwtransitstop.pdf



Erste Erfolge konnten bereits verzeichnet werden:


Im Dezember 2020 wurde ein Antrag zur Prüfung eines Fahrverbotes von LKWs über 7,5 Tonnen für die B100 im Tiroler Landtag eingebracht und einstimmig angenommen.

https://www.dolomitenstadt.at/2020/12/22/tirol-befasst-sich-mit-transitverbot-auf-der-b100/


Im Juli 2021 haben Bruneck und Lienz eine gemeinsame Resolution für ein Fahrverbot für Transit-Lkw über 7,5 Tonnen auf der B100 und der weiterführenden SS49 durch das Südtiroler Pustertal, die beide, als Teil der europäischen Transitroute E66, häufig als Lkw-Ausweichroute zur Umgehung von Mautstraßen genutzt werden, verabschiedet.

https://www.dolomitenstadt.at/2021/07/31/lienz-und-bruneck-fordern-fahrverbot-fuer-transit-lkw/


Im Frühjahr 2021wurde in Kärnten die „Bürgerinitiative Oberes Drautal“ gegründet, die sich vehement gegen die Ausbaupläne der B100 einsetzt!

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